Kurzdefinition
Das Process Communication Model® (PCM) ist ein Kommunikations- und Persönlichkeitsmodell, das sechs unterschiedliche Persönlichkeitstypen und ihre bevorzugten Kommunikationsstile beschreibt.
Es hilft dir zu verstehen, wie Menschen Informationen aufnehmen, was sie motiviert und wie sie unter Stress reagieren – und wie du deine Kommunikation so anpasst, dass Botschaften wirklich ankommen.
Wenn Mitarbeitende ihr eigenes Persönlichkeitsprofil kennen, entsteht eine gemeinsame Sprache für Kommunikation und Zusammenarbeit.
Warum das wichtig ist
Im Hotelalltag treffen viele unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinander: im Team, im Führungskreis und im Kontakt mit Gästen. Unterschiedliche Kommunikationsstile führen dabei schnell zu Missverständnissen oder unnötigen Konflikten.
Mit PCM lernst du, typische Muster bei Kolleg:innen und Gästen schneller zu erkennen und deine Ansprache entsprechend anzupassen.
Besonders wertvoll wird das Modell, wenn Schlüsselmitarbeitende ihr eigenes Persönlichkeitsprofil kennen und PCM im Betrieb als gemeinsame Kommunikationsbasis genutzt wird. Teams verstehen besser, was Kolleg:innen motiviert, wie sie unter Stress reagieren und welche Art von Ansprache gut funktioniert.
So kann PCM nicht nur Gespräche verbessern, sondern auch Führung, Recruiting, Verkauf, Gästekommunikation und interne Zusammenarbeit unterstützen.
Praxisbeispiel
Ein Stadthotel schult sein Front-Office- und Reservierungsteam im Process Communication Model. Mitarbeitende lernen, anhand weniger Signale am Telefon oder beim Check-in einzuschätzen, welche Ansprache beim Gast gut funktioniert – etwa sachlich, beziehungsorientiert oder locker-humorvoll.
Da viele Teammitglieder auch ihr eigenes PCM-Profil kennen, sprechen sie im Alltag offen darüber, was sie motiviert und was sie unter Stress brauchen. Das verbessert Zusammenarbeit und Feedbackkultur.
Angebote und Empfehlungen werden gezielter formuliert – Gäste fühlen sich schneller verstanden und Zusatzverkäufe steigen.
Typische Fehler & Missverständnisse
PCM als Schubladensystem nutzen: Das Modell beschreibt Präferenzen – keine festen Kategorien. Jeder Mensch ist ein Mischtyp.
Nur ein einmaliges Seminar durchführen: Ohne Anwendung im Alltag bleibt PCM Theorie.
PCM nicht in bestehende Prozesse integrieren: Der größte Nutzen entsteht, wenn das Modell auch in Führung, Recruiting, Verkauf und Teamkommunikation mitgedacht wird.
Impuls von Ziel 17
Starte mit Selbstreflexion im Führungsteam oder Kernteam: Wie kommunizieren wir, was motiviert uns und was brauchen wir unter Stress? Wenn Schlüsselmitarbeitende ihr eigenes PCM-Profil kennen, kann das Modell Schritt für Schritt in interne Prozesse integriert werden – etwa in Weiterbildung, Verkaufstrainings, Führungsprogramme oder Workshops zur Gästekommunikation. So entsteht im Betrieb eine gemeinsame Kommunikationsbasis, die Zusammenarbeit erleichtert und euch langfristig dabei unterstützt, Gäste besser zu verstehen und erfolgreicher zusammenzuarbeiten. Wenn du interessiert bist, schau dir unser Angebot PCM an.
Verwandte Begriffe
Weiterbildung, Training, Coaching, Lernkultur, Employer Branding,
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